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Unterwegs mit der Kamera

Neu: Der Bildertank Colorspace UDMA 3 mit USB 3.0

Bildertank Hyperdrive Colorspace UDMA3, UDMA3-3870

Der neue Bildertank: Hyperdrive Colorspace UDMA3 mit USB 3.0, SSD-Support und integriertem WLAN

Weitgereiste Fotografen setzen gerne Bildertanks ein. Die kleinen Leichtgewichte haben riesige Datenspeicher und Kartenlesegeräte für alle gängigen Kamera-Speicherkarten an Bord. Selbst unter schwierigen Bedingungen abseits jeglicher Zivilisation lassen sich damit Fotos und Videos sichern.

Hyperdrive Colorspace UDMA3, UDMA3-3837

Die Verpackung des Hyperdrive Colorspace UDMA 3

Die hierzulande eher unbekannte Firma Sanho aus Kalifornien vertreibt seit einigen Jahren Bildertanks mit dem Namen Hyperdrive Colorspace. Ich habe meine Colorspace Bildertanks als zuverlässige Begleiter rund um die Welt schätzen gelernt.

Die letzte Version hinkte allerdings mit der langsamen USB 2.0 Schnittstelle dem technologischen Fortschritt hinterher. Doch jetzt hat Sanho nachgelegt: Seit kurzem ist die neuste Version mit dem Namen Colorspace UDMA 3 auf dem Markt.

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Der Lieferumfang des Hyperdrive Colorspace UDMA 3: Bedienungsanleitung (Englisch), Colorspace UDMA3, Transporttasche, Schraubenzieher, Micro-USB- und USB3.0-Kabel

Was zuerst auffällt

Bei näherer Betrachtung und beim Durchblättern der Anleitung des Colorspace UDMA 3 fällt folgendes auf:

  • Da steckt ein schneller USB 3.0 Anschluss im Gehäuse!
  • Die Ladebuchse der Vorgänger fehlt, neu wird über Micro USB aufgeladen. Ein USB-Ladegerät mit 10 Watt Leistung wie z.B. das Original Apple iPad-Ladegerät reicht. Endlich ein Ladegerät weniger im Reisegepäck!
  • Neben herkömmlichen 2.5″ Harddisks werden neu schnelle Solid State Disks (SSD) unterstützt.
  • Der CF Card Slot hat neu eine Abdeckung zum Schutz der empfindlichen Kontaktpins.
  • Imports von externen USB-Disks und -Kartenlesern sind möglich
  • Synchronisierungs-Funktion auf direkt am Bildertank angeschlossene externe USB-Festplatten zum Anlegen von Backups. Schade: Es wird nur USB 2.0 unterstützt.
  • Jetzt sind zwei SDXC Slots (Slot A + B) vorhanden, je einer auf jeder Gehäuseseite
Hyperdrive Colorspace UDMA3, UDMA3-3839

Die Rückseite der Verpackung: Hyperdrive Colorspace UDMA 3

Die neuen SDXC Slots

Bei den SDXC Slots sind einige Einschränkungen zu beachten: Der Colorspace UDMA 3 kann nicht beide SDXC Slots gleichzeitig ansprechen. Zudem darf der SDXC Slot A nicht gleichzeitig mit dem CF Card Slot verwendet werden – das geht nur mit dem Slot B.

Etwas irritierend sind ausserdem die Bezeichnungen der beiden SDXC Slots: Der Slot A befindet sich auf der rechten Gehäuseseite, der Slot B links. Umgekehrt wäre für mich logischer gewesen.

Die SSD ist schnell eingebaut

Anstelle einer herkömmlichen Harddisk habe ich mich für eine schnelle 1 TB Samsung SSD entschieden. Damit sollte ich unterwegs neben Fotos auch grössere Videodateien in UHD-Auflösung sichern können, ohne dass mir der Speicherplatz ausgeht. Ausserdem dürfte auf Reisen dank der SSD im Bildertank die Sichtung und Bearbeitung der Bilder mit Adobe Lightroom auf meinem MacBook Air deutlich flotter laufen.

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Bereit zum Einbau in den Bildertank: Die schnelle Samsung SSD 850 EVO mit 1.0 TB Speicherplatz

Wie bei den Vorgänger-Bildertanks lässt sich die SSD oder eine Harddisk mit wenigen Handgriffen einbauen: Vier kleine Schrauben lösen – der benötigte Schraubenzieher liefert Sanho gleich mit.

Hyperdrive Colorspace UDMA3 und Samsung EVO 850 SSD 1.0TB, UDMA3-3850

Der Schraubenzieher für den Einbau der Harddisk oder SSD wird mitgeliefert.

Die SSD einstecken und den Gehäuseboden mit den vier Schrauben wieder montieren: Fertig!

Hyperdrive Colorspace UDMA3, SSD Einbau, UDMA3-3852

Nicht verlieren: Die vier Schrauben sind ganz schön klein…

Der Akku des Bildertanks kann gemäss Sanho nicht mehr vom Benutzer selber ersetzt werden. Bei den Vorgängerversionen des Geräts war dies möglich. Ich musste allerdings nie einen Akku auswechseln. Selbst mein ältester Colorspace-Bildertank wird noch immer ohne Probleme von der Original-Batterie mit Strom versorgt. Wenn Sanho hier ebenfalls einen Qualitäts-Akku verbaut hat, brauche ich mir keine Sorgen zu machen. Also wie immer im Leben: Positiv Denken!

Hyperdrive Colorspace UDMA3, SSD Einbau, UDMA3-3853

Die SSD wird einfach eingesteckt. Der Akku des Bildertanks ist im Gehäuse versteckt eingebaut.

Nach dem ersten Einschalten stosse ich auf eine unerwartete Herausforderung: Das Gerät will sich mit mir auf Chinesisch verständigen!

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Hä? Was willst du mir sagen? Die Default-Sprache sieht für mich Chinesisch aus!

Ha, ganz einfach: Die Menü-Sprache auf Englisch umschalten.

Hyperdrive Colorspace UDMA3, English Language, UDMA3-3860

Hier verstecken sich die Spracheinstellungen des Colorspace UDMA3: 1. Schritt: Den Knopf für das Menü “Einstellungen” (Settings) drücken. 2. Schritt: Den zweiten Menüpunkt auswählen: “Sprache” (Language). Das Gerät spricht zum Glück auch Englisch.

Doch wie sieht der Menüpunkt “Spracheinstellungen” auf Chinesisch aus? Zum Glück finde ich das Menü schnell: Da steht in für mich lesbaren Lettern: “English”.

Hyperdrive Colorspace UDMA3, Language Settings, UDMA3-3861

Bingo: English!

Nach dieser sprachlichen Hürde sind es einige Klicks im übersichtlichen Menü und ich lasse die neue SSD direkt im Bildertank formatieren. Ein paar Sekunden später ist das Gerät bereit für den Einsatz.

Update 15.03.2016: Gemäss Sanho-Support sei das Problem mit der Spracheinstellung unterdessen gefixt: Es seien Geräte, die in China hätten verkauft werden sollen, fälschlicherweise in die USA geliefert worden.

Update 17.04.2016: Sanho hat neuerdings  im Online-Shop folgenden Warnhinweis zu Sandisk SSDs aufgeschaltet:

Sanho Warning: Hyperdrive Colorspace UDMA3 is not compatible with Sandisk SSD

Warnhinweis im Sanho Online-Shop: Sandisk SSDs sind nicht kompatibel mit dem UDMA3

Der erste Import

Im Import-Menü wird übersichtlich die Quelle und das Ziel angezeigt. Für den Importvorgang lassen sich weitere Optionen auswählen: Eine Vorschau “Preview” der zu importierenden Bilder und eine Überprüfung “Verify” der Files nach dem Download auf den Bildertank.

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Mit ca. 30 MB/s werden die Dateien von der Compact-Flash Speicherkarte importiert.

Es stehen zwei Import Varianten zur Verfügung: “Import All” oder “Import Incr”:

Import All

“Import All” kopiert sämtliche Files von der Quelle in den Zielordner auf dem UDMA 3. Bei jedem Import-Vorgang wird automatisch ein neues Zielverzeichnis angelegt. Der Benutzer kann einstellen, ob der Zielverzeichnisname eine laufende Nummerierung oder das Datum enthalten soll.

Zu beachten: Die Import All Variante führt keine Kontrolle durch, ob die Files bereits importiert wurden. Wer zweimal Import All mit derselben Speicherkarte ausführt, hat am Ende zwei unterschiedlich benannte Zielverzeichnisse mit demselben Inhalt auf dem UDMA 3. Dadurch verdoppelt sich zudem der belegte Speicherplatz.

Wenn ich unterwegs bin, verwende ich in meinem Workflow immer die Import All Variante. Mir ist lieber, ich habe aus Versehen den Inhalt einer Speicherkarte doppelt auf den Bildertank kopiert, als dass ich mit der Import Incremental Variante aus Versehen Files überspringe und Fotos verliere. Mehrfach vorhandene Dateien lassen sich später beim Import in Adobe Lightroom ohne Aufwand automatisch herausfiltern.

Wie in diesem Beitrag erwähnt, kopiere meine Bilder zusätzlich auf einen zweiten Bildertank. Anschliessend formatiere ich die Karte in der Kamera und setze mich ans Lagerfeuer. Am nächsten Tag bin ich bereit für neue Abenteuer ohne überlegen zu müssen, ob ich die Speicherkarte jetzt formatieren darf oder muss.

Import Incremental

“Import Incr” kopiert jeweils nur neu hinzugekommene Files von der Quelle in den Zielordner. Dabei wird vor dem Kopiervorgang anhand des Filenamens kontrolliert, ob sich die Datei bereits im Zielverzeichnis befindet. Falls eine Datei mit demselben Namen im Ziel existiert, wird nichts kopiert und zum nächsten File gesprungen.

Der Workflow sähe folglich so aus, dass die Karte nach dem Import nicht in der Kamera formatiert wird und der Fotograf weitere Bilder schiesst. Beim anschliessenden Incremental Import werden nur die neu hinzugefügten Bilder heruntergeladen. Wichtig ist dabei, dass immer dasselbe Zielverzeichnis ausgewählt wird. Dieser Workflow kann sinnvoll sein, wenn die Speicherkarte gross genug ist, um eine ganze Fotoserie zu speichern. Das Backup der Bilder wird dabei laufend auf dem Bildertank nachgeführt.

Doch Vorsicht – hier lauert ein fataler Anwenderfehler: Wer nach einem Incremental Import aus Versehen oder Unwissenheit die Speicherkarte formatiert, riskiert einen Datenverlust. Dieser tritt dann ein, wenn die Kamera auf der frisch formatierten Karte die Dateien wieder von vorne nummeriert. Da bereits Dateien mit diesen Namen im Zielverzeichnis vorhanden sind, kopiert der Bildertank beim nächsten Incremental Import nichts. Abhilfe hilft nur die Auswahl eines neuen Zielverzeichnisses.

Wer diese Zusammenhänge nicht beachtet und die Karte erneut formatiert, schickt damit seine Fotos ins Jenseits: Das vermeintliche Backup dieser Fotos wurde nie auf dem Bildertank angelegt.

Aus diesem Grund bleibe ich bei der einfachen Import All Variante: Keep it simple and stupid!

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Hier läuft der Import mit einer SD Speicherkarte im Slot A. Die Transferrate schwankt um 30 MB/s.

Data Verification

Nach dem Kopieren der Dateien kann der UDMA 3 einen Vergleich zwischen Originaldatei und Kopie durchführen. Dabei wird zwischen Quick und Full Verification unterschieden. Bei Quick Verification werden nur die ersten 2MB jedes Files verglichen, sofern das File grösser als 2MB ist. Bei Full Verification wird das File komplett verglichen, was natürlich deutlich mehr Zeit beansprucht. Die Quick Verification Variante scheint mir nicht besonders sinnvoll zu sein: Entweder mache ich den Vergleich ganz – oder gar nicht.

Backup auf externe Harddisk

Sehr komfortabel soll die Sync-Funktion auf eine externe USB-Festplatte funktionieren. Anhand eines Dateinamenvergleichs werden sämtliche Files auf die externe Platte gespiegelt. Bereits vorhandene Files werden nicht erneut kopiert.

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Über den USB OTG (On-The-Go) Anschluss können direkt externe Festplatten angeschlossen werden und als Backup-Ziel dienen. Hier wird gerade die externe Harddisk direkt vom UDMA3 mit dem Dateisystem FAT32 formatiert. Der UDMA3 muss mit einem zusätzlichen USB-Kabel mit Strom versorgt werden.

Die Voraussetzungen: Die externe Platte muss mit FAT32 formatiert sein und der Bildertank muss für den Kopiervorgang extern mit zusätzlichem Strom versorgt werden.

Dank dieser Sync-Funktion kann ich jetzt meine beiden alten Hyperdrive Bildertanks in die verdiente Rente schicken. Auf diese Weise kann ich meine Files auf Reisen mindestens doppelt sichern und muss nicht einmal das Notebook dafür auspacken.

Update 15.03.2016: Leider war ich in diesem Punkt zu euphorisch: Auf meiner ersten Reise mit dem UDMA 3 hat mich die Sync-Funktion enttäuscht. Das Gerät hat sich bei mehreren Backup-Versuchen scheinbar aufgehängt. Die LEDs haben zwar noch geblinkt, aber die Fortschrittsanzeigen auf dem Display sind eingefroren und der UDMA 3 hat nicht mehr reagiert. Gemäss Sanho-Support soll ein Firmware-Update dieses “Freeze-Problem” beheben. Eine korrigierte Version soll bald für den Download bereitstehen.

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Die Transferrate über den USB 2.0 OTG Anschluss beträgt während des Sync-Vorgangs 24 MB/s.

Wireless Hotspot

Der UDMA 3 kann als Server fungieren und die Files auf seinem lokalen Laufwerk und den angeschlossenen Geräten (Speicherkarten und USB-Laufwerke) über WLAN anbieten. Dies ermöglicht beispielsweise den Zugriff via Smartphones und Tablets. Dazu spannt das Gerät einen eigenen Ad-hoc WiFi Hotspot auf. Im Client Mode kann sich der UDMA 3 mit einem bestehenden WLAN verbinden.

Es ist in jedem Fall empfehlenswert, den Zugang zum Hotspot mit einem Passwort zu schützen. Wer dies vergisst, erlaubt jedermann sich auf dem Bildertank zu bedienen und zum Beispiel Fotos abzusaugen.

Datenrettung

Mit der Photo Recover Funktion lassen sich versehentlich gelöschte Files auf der Speicherkarte retten. Wiederhergestellte Files werden im auf dem UDMA 3 im Verzeichnis “Recover” abgelegt.

Unterstützt werden gemäss Sanho:

  • Canon (CR2 / TIF / CRW)
  • Nikon (NEF)
  • Pentax (DNG / PEF)
  • Samsung (PEF)
  • Ricoh (DNG)
  • Sony (SR2 / ARW)
  • Olympus (CRF)
  • Panasonic (RAW)
  • Mamiya (MEF)

Wer feststellt, dass er ein oder mehrere Files aus Versehen gelöscht hat, sollte die Karte nicht mehr einsetzen, sondern direkt einen Rettungsversuch mit dem UDMA 3 unternehmen.

Wird trotzdem mit der Karte weiter fotografiert, können unter Umständen die zur Rettung notwendigen Speicherbereiche der Karte überschrieben werden. In diesem Fall lassen sich nicht mehr alle Dateien retten.

S.M.A.R.T.

Im Menü Settings > HDD lässt sich ein S.M.A.R.T. Monitor aufrufen. Dieser zeigt diverse Zustandsparamter einer mechanischen Harddisk im UDMA 3. Dabei steht S.M.A.R.T für “Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology”.

Insbesondere die Error-Zähler der Disk weisen auf einen drohenden Ausfall hin, der zusätzlich zu einem Datenverlust führen kann. Wie immer im Umgang mit Speichermedien lohnt es sich, mehrere Kopien seiner wichtigen Dateien zu erstellen und eine auffällige Harddisk proaktiv zu ersetzen.

In der Bedienungsanleitung hebt der Hersteller übrigens den Zähler HungupCnt hervor. Wenn dieser den Wert 10 übersteigt, soll der Benutzer den Support kontaktieren und alle S.MA.R.T. Informationen liefern.

Mit den relativ neuen Solid State Disks, werden viele der bisherigen S.M.A.R.T. Prüfpunkte nicht mehr benötigt. Im Gegensatz zu mechanischen Harddisks sind andere neue Parameter wichtig, um den Zustand einer SSD bestimmen zu können.

Der UDMA 3 liest auch S.M.A.R.T. Informationen einer eingebauten SSD aus. Um diese Interpretieren zu können, lohnt es sich Informationen zur jeweiligen SSD zu beschaffen – zum Beispiel über den Support des jeweiligen SSD-Herstellers.

Harddisks und SSDs sollte man vor dem ersten Einsatz direkt im UDMA 3 formatieren. Zur Sicherheit sollte der UDMA 3 zusätzlich via Netzadapter mit Strom versorgt werden. Falls der Akku während dem Formatieren schlappmachen sollte, kann das fatale Folgen für das Laufwerk haben. Standardmässig wird mit einer Partition und dem FAT32 Dateisystem formatiert.

Firmware-Upgrades

Künftige Firmware-Upgrades können mit einer Speicherkarte in den UDMA 3 eingespielt werden. Wie bei solchen Updates üblich, darf die Speicherkarte während dem Upgrade nicht entfernt werden und die externe Stromversorgung sollte angeschlossen sein.

Wird der Upgrade-Prozess unterbrochen, kann es sein, dass der UDMA 3 nicht mehr startet und sich in einen Ziegelstein oder Briefbeschwerer verwandelt.

Technische Daten

Speicherkarten

1x Compact Flash Type I
2x SD/MMC/SDHC/SDXC

Schnittstellen

1x USB 3.0 Super Speed 5 Gbps
1x USB 2.0 High Speed 480 Mbps

Laufwerk

1x SATA, 2.5″ (Inch), mit einer Bauhöhe von 9.5 mm (SSD kompatibel)

WLAN (WiFi)

IEEE 802.11n 150 Mbps
Ladebuchse

Micro USB DC 5V / 2A
LCD

3.5″ TFT 320×480 Color LCD
Akku

2600 mAh
Akku-Laufzeit

Bis zu 120 Minuten Foto-Import
Gehäuseabmessungen

73 mm x 136 mm x 26 mm
Gewicht (mit SSD)

240 g

Erster Eindruck und Fazit

Der Hyperdrive Colorspace ist mit der neuen UDMA 3 Version erwachsen geworden.

Der Benutzer erhält sinnvolle Backup- und Datenrettungs-Funktionen in einem einfach zu bedienenden kompakten Gerät.

Dank der aktualisierten Hardware, der schnellen USB 3.0 Schnittstelle und SSD-Support verarbeitet der Bildertank spielend riesige Datenmengen.

Die Bildbearbeitung unterwegs direkt auf dem Bildertank wird mit den schnellen Transferraten massiv beschleunigt.

Positiv

+ USB 3.0

+ Micro USB Ladebuchse

+ WLAN Modul integriert

+ einfacher Festplatten- oder SSD-Einbau

+ einfache Bedienung via Menü

+ Transporttasche in guter Qualität mitgeliefert

Negativ

– Die Status LEDs für Batterie und Harddisk sind viel zu klein

– Die Verarbeitung des Geräts wirkt eher billig

– Sync-Funktion unterstützt nur USB 2.0

– Stabilitätsprobleme bei der Firmware (Freeze bei Sync-Funktion)

17 Kommentare

  1. Hallo Daniel,Sehr interessanter und guter Blog. Ich hätte starkes Interesse an dem Gerät.Weisst du wo man dies im deutschen oder österreichischem Raum bekommen kann?
    Mag Heimo

    • Hallo Heimo, vielen Dank! :)

      In Deutschland und Österreich kenne ich im Moment keine Lieferanten.
      Wäre natürlich toll, wenn sich hier Leser mit entsprechenden Infos melden würden.

      Ein Leser hat mich direkt via Email kontaktiert und mir diese Bezugsquelle mit schnellen Lieferzeiten in den Niederlanden genannt:
      http://www.mobile-harddisk.nl

      Viele Grüsse, Daniel

      • Hallo zusammen , ich habe meinen direkt bei sanho (hypershop) bestellt und eine woche später erhalten. Die disk habe ich dann in der schweiz besorgt.
        Ich weiss wenn der Hyperdrive defekt ist habe ich probleme mit der Garantie.

  2. Hallo,
    ich habe das Vorgängermodell UDMA2 mit einer Samsung SSD 840 mit 500GB installiert zum verkaufen. Ich hatte das Gerät bei einer Reise dabei und kaum benutzt.
    USB-Port für die Verwendung einer Externen Festplatte für zusätzliches BackUp und das WiFi-Modul sind auch mit dabei.
    Wer Interesse hat kann mich gerne anschreiben unter heckpeter@mac.com

    Gruß,
    Peter__

  3. Hallo Daniel,

    vielen Dank für Deine ausführlichen Bericht – hat mir sehr geholfen.
    Habe das Gerät aktuell mit einer 1TB Platte bei digitalix24 (Amazon@Digitalix24.de) bekommen. War sofort lieferbar und die Lieferung hat gut geklappt. Die Fa. sitzt in Augsburg.
    Hatte das Hyperwiesel – das war mir mittlerweile zu lahm und aufgrund der 30 MB RAW Daten ßro Bild waren auch die 160 GB mittlerweile zu wenig.
    Bin jetzt am Einarbeiten – bis jetzt – toll!
    Das Gerät soll es lt. digitalix24_Edgar Beck demnächst bei ihm auch mit deutscher Bedienoberfläche und deutscher Beschreibung geben.

    Gruß Herbert

  4. Der Bildspeicher ist wie ein Gefängnis für Daten: Hinein geht ganz schnell, nur man bekommt nichts wieder heraus! Bei “Sync” wird die angeschlossene FAT-formatierte Platte nicht erkannt und mit Einloggen ins eigene WLAN kommt man auch nicht an die Dateien! Bei Anschluß über USB wird das Gerät vom PC nicht erkannt. Ich bin bedient! Mit den Vorgängermodellen hatte ich keine Probleme.

  5. Hallo Daniel,

    habe gerade den neuen Hiperdrive bekommen. Bilder von der Karte abspeichern kein Problem. Leider kann ich sie nicht über Wifi auf mein Macbook runterladen obwohl
    ich die Bilder auf dem Macbook sehen kann.
    Geht es nur über syncronisieren auf eine Festplatte Fat 32 oder mache/übersehe ich etwas?

    Gruss Ingrid

    • Hallo Ingrid,
      wenn ich den “WiFi-Hotspot” auf dem Hyperdrive starte, mich auf dem Mac mit Safari auf http://100.0.0.1 (hier die IP-Adresse eingeben, die der Hyperdrive auf dem Display anzeigt) verbinde, kann ich durch die Verzeichnisse klicken und einzelne Bilder anzeigen (direkt auf den angezeigten Filenamen klicken). Mit der rechten Maustaste und “Bild sichern unter…” kann das Bild heruntergeladen werden. Ist eher eine Notlösung für einzelne Bilder. Ganze Bildserien und Verzeichnisse würde ich via Kabel über die USB3.0 Schnittstelle übertragen – das ist viel komfortabler und x-Mal schneller. Dazu einfach den Hyperdrive per USB-Kabel mit dem Mac verbinden und den Hyperdrive NICHT einschalten – er wird wie eine externe Festplatte vom Mac erkannt.
      Gruss Daniel

  6. Hallo,
    danke für den ausführlichen Bericht! Ich hätte noch eine Frage: Kann man die gesicherten Fotos im RAW-Format auf dem Bildschirm anschauen? Weißt du welche Raw-Dateien hier unterstützt werden? Danke!
    LG Ariane

    • Hallo Ariane,
      Ja, RAW-Fotos werden auf dem Bildschirm angezeigt. Es gibt zwei Optionen: wenn ein RAW-Foto angezeigt wird, kann entweder das im RAW-File eingebettete Vorschaubild angezeigt werden (Preview Decode) oder das RAW-Foto wird effektiv vom Bildertank “decodiert” und angezeigt (True RAW Decode). Die zweite Variante ist sehr rechenintensiv und dauert entsprechend lange – rund 40 Sekunden bei einem RAW-File aus der Canon 5D Mark III. Da die Displayqualität ohnehin keine seriöse Beurteilung der Bildqualität zulässt, würde ich die Voreinstellung (Preview Decode) verwenden. Diese reicht, um eine Übersicht der gesicherten Fotos angezeigt zu bekommen.
      Welche RAW-Formate die aktuelle Firmware unterstützt, weiss ich nicht. Diese Frage sollte aber der Support auf der Website des Herstellers Sanho beantworten können.
      LG Daniel

  7. Hallo Daniel – Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht.
    Zumindest bei früheren Modellen gab es wiederholt eine Mini-USB Lade-Buchse welche nicht fix mit dem Aussengehäuse und deren Aussparung für den Mini-USB-Stecker verankert war. Dadurch brachte man (ich) es leicht fertig, auch beim seitenrichtigen Einstecken des Mini-USB-Ladekabels die Buchse wegzubrechen wenn ihre Position nicht exakt mit der Gehäuse-Aussparung übereinstimmte.

    Ist diese Schwäche beim UDMA3 nun behoben?

    lg Willi

    • Hallo Willi, sorry für die lange Antwortzeit! Dein Kommentar ist leider im Spamfilter “untergegangen”.
      Zumindest bei meinem UDMA3 sitzt die USB-Ladebuchse passgenau im Gehäuse. Mit dem mitgelieferten USB-Kabel hatte ich bisher keine Probleme. Trotzdem dürfte Fingerspitzengefühl beim Einstecken angebracht sein – sehr robust sieht mir die Buchse nicht aus ;-)
      LG Daniel

  8. Hallo
    Danke für den ausführlichen Bericht. Ich werde im Herbst eine Fotoreise nach Canada unternehmen und benötige nach ein MacBook sowie voraussichtlich diesen Hyperdrive. Aktuell bearbeite ich meine Bilder auf meinem iMac mit Lightroom.
    Wie ist dein Workflow in den Ferien? Ich stelle mir das in etwa so vor:
    – Laden der Fotos auf den Hyperdrive
    – Hyperdrive via USB 3.0 mit dem MacBook verbinden
    – Bearbeitung/Löschung über Lightroom (inkl. Löschung von der Festplatte/Hyperdrive)

    Machst du das so? Oder speicherst du die Bilder zusätzlich auf dem MacBook?

    Wäre super, wenn du mir dazu noch Tipps geben kannst.

    PS: Vielleicht noch eine blöde Frage. Aber wenn ich die Fotos auf dem MacBook über den Hyperdrive bearbeite, benötige ich dann trotzdem möglichst viel RAM und einen guten Prozessor auf dem MacBook???

    DANKE!

    Gruess, Christine

    • Hallo Christine, sorry für die lange Antwortzeit. Mein Workflow unterwegs variiert immer ein wenig. Aktuell sieht er so aus:

      Wenn “Strom aus der Dose” zur Verfügung steht, verwende ich einen schnellen externen USB3.0 Kartenleser von Kingston an meinem Macbook Air 11″ und lade die Bilder via Mac auf den Hyperdrive. Für mich ist dies im Moment die schnellste Variante, wenn ich eine grosse Anzahl Fotos und 4K-Videos sichern will.

      Wenn ich Zeit habe, tausche ich nach dem Bilderdownload den Kartenleser gegen eine konventionelle externe USB3.0 Festplatte aus und kopiere die neu dazugekommenen Verzeichnisse (normalerweise pro Tag ein neues Verzeichnis) via Mac vom Hyperdrive auf die Festplatte. Diese Backup-Festplatte bewahre ich möglichst getrennt vom Hyperdrive auf, falls mal etwas geklaut oder verloren gehen sollte.

      Wenn keine Steckdosen zur Verfügung stehen, der Akku des Macbook Air nicht mehr reicht (was zum Glück selten vorkommt) oder wenn ich draussen im Nirgendwo bin, verwende ich den Kartenleser des Hyperdrive und sichere direkt auf den Bildertank.

      Wenn der Hyperdrive wie eine externe SSD am Macbook Air hängt, kann ich erstaunlich flott Bilder und Videos sichten, selektieren, verschlagworten und bei interessanten Fotos eine erste schnelle Bearbeitung ausprobieren. Was ich zur Sicherheit unterwegs NIE mache: Bilder in Lightroom löschen. Mir ist das Risiko zu gross, dass dabei aus Versehen etwas schiefläuft und die falschen Bilder im Nirvana landen. Oft verwende ich eine 1 Stern-Bewertung, um Bilder fürs Löschen zuhause vorzumerken.

      Daheim kopiere ich entweder die ganze Dateistruktur mit den Fotos ins Ziel auf dem Synology NAS oder exportiere die Bilder als Katalog und reimportiere ihn in den LR-Hauptkatalog. Was für dich am besten funktioniert, probierst du am besten mit ein paar Testfotos aus.

      Da der Macbook Air 11″ leider nur eine kleine SSD hat, speichere ich nie Fotos auf dem Mac. Der Platz würde mir nie reichen.

      Mit den aktuellen Macbooks solltest du Lightroom einigermassen flüssig verwenden können. Bei komplexeren Bearbeitungen knickt die Leistung der schwächer bestückten Geräte allerdings merklich ein.

      Ich hoffe, dass dir das weiterhilft. Falls du weitere Fragen hast, kannst du mich gerne kontaktieren. Ich wünsche schon jetzt viel Spass in Canada!

      Gruess, Daniel

  9. Import von CFast 2.0 Speicherkarten schaffe ich nicht mit Kartenlesegerät, das am USB-Anschluss angeschlossen ist. Was mache ich falsch.

    • Bei CFast kommt das SATA-Protokoll zum Einsatz. Ich gehe davon aus, dass dies nicht unterstützt wird. Am besten kontaktierst du direkt den Support des Herstellers.