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Santorini aerial view, light-phenomenon.com

Auf der Suche nach Atlantis

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Der Supervulkan schläft

Santorini, Sony DSC-F717, Daniel Haller, light-phenomenon.com

Die typische Architektur auf Santorini lädt zum Spielen mit Farben und Formen ein. Kamera: Sony DSC-F717

Seit mehr als zwei Jahrtausenden fasziniert uns die Geschichte von Atlantis. Ist es ein Mythos oder lässt es sich beweisen, dass eine hoch entwickelte Zivilisation vom Meer verschlungen wurde? Der griechische Philosoph Platon hat das sagenhafte Inselreich Atlantis als erster erwähnt.

Unzählige mehr oder weniger abstruse Theorien versuchen anhand weniger Indizien und alten Erzählungen herzuleiten, wann und wo sich diese riesige Naturkatastrophe ereignet haben soll.

Doch bis heute gibt es keine eindeutigen Beweise für die Existenz eines solchen Inselstaates und dessen geografischen Ort.

Ich muss zugeben: Mich fasziniert die Vorstellung, dass Atlantis hier auf der Kykladen-Insel Santorini gelegen haben könnte. Schliesslich wurde ein riesiger Teil der Insel regelrecht weggesprengt.

Blick in den riesigen mit Meerwasser gefluteten Vulkankrater. Der Archipel hat einen Durchmesser von ungefähr 16 Kilometern. Der gewaltige Vulkan schläft. Im Zentrum auf Nea Kameni steigen dennoch schwefelhaltige Rauchschwaden auf. Kamera: Sony DSC-F717

Der Vulkan köchelt im Zentrum des mit Meerwasser gefluteten Kraters auf der Insel Nea Kameni noch immer mit schwefelhaltigen Rauchschwaden vor sich hin. Doch in früherer Zeit muss er eine unglaubliche Zerstörungskraft entwickelt haben.

Formen und Farben auf Santorini. Kamera: Sony DSC-F717

Vor kurzem hat ein internationales Forscherteam 10 bis 80 Meter dicke Ascheablagerungen und vulkanisches Auswurfmaterial nachgewiesen, welches sich in alle Richtungen rund um die Insel Santorini bis in eine Entfernung von 30 Kilometern auf dem Meeresboden erstrecken.

Faszinierende Architektur gibt es auf Santorini zu entdecken. Kamera: Sony DSC-F717

Die während der Eruption ausgelösten pyroklastischen Ströme und Tsunamis verschlangen in einem Sturm aus Feuer und Wasser mit Sicherheit alles, was sich ihnen in den Weg gestellt hat.

Hinter jeder Ecke warten interessante Ausschnitte darauf, mit der Kamera entdeckt zu werden. Kamera: Sony DSC-F717

Die Architektur lädt zum Spielen mit der Kamera ein

Santorini bietet viel Sonne und einzigartige Fotosujets. Doch beim gemütlichen bummeln durch die Dörfer dieser einzigartigen Ferieninsel, muss ich oft daran denken, dass ich auf einem der stärksten Supervulkane der Erde herumspaziere.

Wird es uns irgendwann mit moderner Technik gelingen, das Geheimnis rund um Atlantis zu lösen?

Die typische Architektur auf Santorini lädt dazu ein, Details oder abstrakte Elemente zu suchen. Mit einer Telebrennweite lassen sich die verschiedenen räumlichen Ebenen in einem Bild komprimieren.

Die Bilder in dieser kleinen Fotoserie sind bereits 14 Jahre alt! Ich habe sie im August 2003 mit meiner Sony DSC-F717 geschossen. Eine frühe 5 Megapixel-Kamera aus der Sony Cyber-shot Serie mit einer eigenwilligen Bauform und einem exzellenten, lichtstarken Carl Zeiss Vario-Sonnar Objektiv (Brennweite 38–190 mm KB, f/2.0-f/2.4).

Dank Adobe Lightroom lassen sich die uralten JPEG-Files erstaunlich gut auffrischen. Bei “abgesoffenen” – also zu dunkel geratenen – Bildteilen verwende ich gerne den Radialen Verlaufsfilter. Dieser lässt sich wie eine nachträglich hinzugefügte Lichtquelle gezielt zur Aufhellung einsetzen. Da der Filter einen weichen Verlauf hat, lässt er sich rasch und unkompliziert platzieren. Es ist dabei keine besondere Präzision erforderlich.

Bei vielen hellen Motiven muss der Weisspunkt in den JPEGs neu gesetzt werden. Der automatische Sony Belichtungsmesser hat meist düsteres grau, statt schneeweisse Fassaden produziert. Der Weissabgleich stimmt meist erstaunlich gut.

Die Sony DSC-F717 war ein Meilenstein in der Digitalfotografie und die Bilder können nach der Auffrischung in Lightroom erstaunlich gut mit aktuellen Fotos mithalten.

Wie Santorini sich wohl heute präsentiert? Eine weitere Entdeckungsreise auf den Supervulkan würde mich reizen!

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